Mission als Einladung

Originaltitel: „Die Gute Nachricht“: Impulse aus dem Dienst des Paulus. Mission als positive Einladung, an Gottes Handeln teilzuhaben, anstatt einer belastenden Pflichtaufgabe

2021FacharbeitDeutsch20 Seiten2 Min. Lesezeit
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Mission muss keine belastende Pflichtaufgabe sein. In dieser Arbeit lese ich mit N. T. Wright neu, worum es Paulus ging. Sein Evangelium war kein System, wie man richtig glaubt, sondern die Nachricht, dass Jesus König ist. Diese Nachricht lädt ein und fordert eine Antwort. Ich zeige, wie Gottes Bund Berufung und Sendung begründet. Und ich bin überzeugt: Damit Menschen missionarisch aktiv werden, braucht es Begeisterung für die Dynamik des Evangeliums.

Ist Mission für Sie eher Pflicht oder Einladung?

Worum es geht

Paulus hat das Evangelium zu den Völkern gebracht. Wie wir ihn verstehen, prägt bis heute, wie Gemeinden Mission verstehen. Der anglikanische Theologe N. T. Wright meint, man habe spätere theologische Konzepte in Paulus hineingelesen. Er will ihn in seinen eigenen Begriffen verstehen: als Juden, der vom Bund Gottes mit Israel her dachte. Ich habe Wrights Buch „Worum es Paulus wirklich ging“ daraufhin befragt, was es für Mission heute bedeutet.

Mission wird oft mit dem Begriff Missio Dei begründet, der Sendung Gottes: Mission hat ihren Ursprung in Gott selbst. Ich halte das für hilfreich, aber für recht theoretisch und offen für sehr unterschiedliche Deutungen. Der Gedanke des Bundes macht es konkreter. Aus Gottes Zusage an Abraham, „Ich will dich segnen … und du sollst ein Segen sein“, folgen Berufung und Sendung. Mission geschieht in Verbindung mit dem, der sendet, wie die Rebe am Weinstock.

Das Evangelium des Paulus war kein System, wie man richtig glaubt, sondern eine wahre Geschichte: Jesus ist König. Diese gute Nachricht lud ein und forderte heraus. Sie verlangte eine Antwort und eine neue Lebensweise. Zugleich frage ich zurück: Wie können wir heute respektvoll und doch klar auftreten? Und welche Zuversicht schenkt der Bund, wenn wir hinter unseren Ansprüchen zurückbleiben?

Damit Menschen missionarisch aktiv sind, braucht es eine persönliche Begeisterung über die Dynamik des Evangeliums.

Aus der Arbeit, S. 17

Drei Gedanken, die bleiben

  1. Das Evangelium ist eine Geschichte, kein System. Es erzählt, was Gott in Jesus getan hat, und ruft in seine Nachfolge.
  2. Mission wurzelt im Bund. Wer von Gott gesegnet ist, ist berufen, selbst ein Segen zu sein.
  3. Gute Nachricht darf herausfordern. Paulus hat respektvoll und gewaltfrei konfrontiert, und ich frage, ob uns heute manchmal falsch verstandener Respekt oder Ängstlichkeit bremst.

Im Gespräch mit

N. T. WrightPaulus als Denker des Bundes Thomas SchirrmacherMissio Dei: Mission aus dem Wesen Gottes David Boschganzheitliche Mission Henning Wrogemannwie Sendung je nach Kontext begründet wird

Für die Praxis

Für Gemeinden heißt das: Mission ist mehr als die Weitergabe richtiger Glaubenssätze. Es geht darum, Menschen zu einer Antwort des Glaubens einzuladen, die ihr Leben verändert. Die gelebte Liebe in der Gemeinde ist dabei selbst ein Zeugnis. Statt vor allem an die Pflicht zu appellieren, lohnt es sich, Raum zu schaffen, in dem Menschen die Schönheit des Evangeliums und die Treue Gottes neu entdecken. Daraus wächst die Begeisterung, die es braucht, damit Menschen missionarisch aktiv werden.

Diese Zusammenfassung beruht auf einer Studienarbeit, die für ein Fachpublikum geschrieben ist. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, sprechen Sie mich gern an.

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